Ausstellungsende:
29. August 2027
Wie lange halten sich die Spuren eines Unwetters, einer kalten Winternacht oder sommerlicher Hitze? Die neue Sonderausstellung "Versteinertes Wetter" zeigt, wie Wetter-Ereignisse, die nur wenige Minuten oder Stunden andauern, über viele Millionen Jahre erhalten bleiben können. Regen, Schnee und Überflutung, aber auch Sonnenschein, Trockenheit, Frost und Eis können Spuren hinterlassen – darunter Marken im Ton und Sand – die belegen, unter welchen Bedingungen Mammuts, Saurier und andere ausgestorbene Tiere lebten. Die Überreste solcher Tiere (Fossilien) versteinern zusammen mit den Spuren des Wetters, wenn sich in mehreren hundert Metern Tiefe der zuvor abgelagerte Ton und Sand in Tonstein beziehungsweise Sandstein umwandeln.
Die vom Urweltmuseum Geoskop (Kusel, Rheinland-Pfalz) konzipierte Sonderausstellung wird ab dem 20. November 2026 im Museum für Naturkunde Magdeburg zu sehen sein. Sie geht auf zehn verschiedene Wettererscheinungen ein, und was von diesen übrig bleibt, ergänzt um besondere Belegstücke aus der 490 Millionen Jahre langen Erdgeschichte Sachsen-Anhalts. Die Ausstellung widmet sich daher auch der Frage, welche Belege für langfristige Änderungen der Umweltbedingungen im Verlauf von Jahrtausenden bis Jahrmillionen bei uns zu finden sind und erklärt, wie Wetter und Klima des Eiszeitalters und der Saurierzeit mit den heutigen Bedingungen zu vergleichen sind.
Blitzröhren entstehen, wenn Blitze sandiges Material aufschmelzen. Sie sind Zeugnisse uralter Gewitter.