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Spuren im Stein

aus dem Zeitalter der Ursaurier

vom 01.09.2022 bis 26.02.2023

Plakatmotiv Saurierspuren

Wenn man von Fossilien – den oftmals Millionen Jahre alten Resten ausgestorbener Lebewesen – spricht, denkt man oft an versteinerte Knochen oder Gehäuse. Ebenso oft oder noch häufiger kann man jedoch Lebensspuren finden – zum Beispiel Grabspuren, Fraßspuren und Bewegungsspuren von Tieren, die bei der Umwandlung einer Ablagerung in ein Gestein als Spurenfossilien erhalten bleiben.

Mit dem Landgang der Wirbeltiere, der Gliederfüßer und weiterer Tiergruppen vor über 350 Millionen Jahren finden sich ihre Spuren auch in den Ablagerungen von Seen und Flüssen. Da man ausgestorbene Tiere in der Vergangenheit nicht beim Spurenmachen beobachten kann, stehen Spurenforscher (Ichnologen) vor der Aufgabe, anhand der Form und Größe der Spur herauszufinden, von welchen Tieren die Spuren stammen, wie die Spuren erzeugt wurden und auf welche Art und Weise sie erhalten geblieben sind.

Textbild Saurierspur Mammendorf 02
Platte mit Mammendorfer Grabspuren und Scharrspuren. Fund aus dem Jahr 2022. Es handelt sich um säugetierähnliche Reptilien (d.h. unsere Sauriervorfahren), die diese Spuren vor 260 Millionen Jahren hinterlassen haben.

Die Sonderausstellung „Spuren im Stein“ widmet sich besonders den Fuß- und Grabspuren der ersten Amphibien, der Ursaurier und der säugetierähnlichen Reptilien, die im Erdaltertum vor etwa 350 bis 250 Millionen Jahren lebten. Die Vielfalt der frühen Saurierspuren und ihrer Erzeuger können Besucher anhand von Fossilienplatten mit versteinerten Spuren sowie von Skelettresten und lebensnahen Tiermodellen ihrer Erzeuger erfahren.

Skelett eines Ursaurieres

/// Skelett eines Ursaurieres

Saurierspur 2

/// Saurierspur 2

Modell eines Bradysaurus

/// Modell eines Bradysaurus

Saurierspur 01

/// Saurierspur 01

Modell des Ursauriers Elginia

/// Modell des Ursauriers Elginia

Terrarium mit Kragenechse

/// Terrarium mit Kragenechse

Dabei bilden die reichhaltige Spuren-Fundstellen Mitteldeutschlands, wie der Bromacker bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald und der Steinbruch Mammendorf bei Magdeburg den Schwerpunkt der Ausstellung und geben ein besonderen Eindruck davon, wie die Landschaft und die Tierwelt unserer Region im späten Erdaltertum vor über 250 Millionen Jahren ausgesehen hat.